Wir helfen

In folgenden
Bereichen
bieten wir Hilfe

01_ individuelle Begleitung der Kinder durch ehrenamtliche Paten
z.B. Freizeitaktivitäten, gemeinsam Zeit verbringen,
Unterstützung im Alltag etc.
02_ Vermittlung einer bedarfsorientierten Versorgung durch die enge Zusammenarbeit mit dem Hilfenetzwerk im Oberbergischen Kreis
z.B. Familienberatung, Jugendhilfe, ambulante
sozialpsychiatrische Unterstützungsangebote etc.
03_ Vielfältige Unterstützungsangebote für Kinder und Eltern
z.B. Hilfe zur Selbsthilfe, Gruppenangebote,
Aufklärung über die Erkrankung der Eltern etc.
In folgenden Bereichen bieten wir Hilfe

unsere
Kooperationspartner


Stadt WiehlOGBOberbergischer Kreis
Klinikum OberbergCaritasStadt Gummersbach

Seit November 2017 sind wir von der Stadt Wiehl als Träger der freien Jugendhilfe anerkannt.

Wir sind Mitglied der

BAG

Ausbildung zum Paten
so geht's

Um Pate bei einer Familie zu werden, muss eine umfassende Schulung durchlaufen werden. Dazu gehören unter anderem ausführliche Informationen zu den Verhaltensmustern der erkrankten Eltern, eine Schweigepflichterklärung, die Vorlage eines einwandfreien erweiterten Führungszeugnisses sowie der regelmäßige Austausch mit anderen Paten und die professionelle Hilfestellung durch das LEBENSFARBEN-Team mit Praxisreflektion und Supervision.

Die Länge der Patenschaft ist ganz individuell und wird in regelmäßigen Gesprächen mit allen Beteiligten immer wieder dem aktuellen Bedarf angepasst.

Vor der Ausbildung zu einer ehrenamtlichen Patenschaft findet ein Informationsabend statt. Aktuelle Infos, wann und wo die nächste Ausbildung startet, wird dann mitgeteilt, wenn der Interessierte auf einer Interessenliste gelistet ist.

Die Ausbildung ist kostenfrei und verpflichtet nicht dazu, ehrenamtlich bei LEBENSFARBEN tätig zu werden. Im Gegenteil, sie dient auch dazu, dass die Teilnehmer erkennen, ob sie tatsächlich als Pate tätig sein möchten.

Wer sich für die Ausbildung zum ehrenamtlichen Paten interessiert, meldet sich bitte im LEBENSFARBEN-Büro oder unter kontakt@lebensfarben-oberberg.de.

Nächster Infoabend
06. August 2020 // 19 Uhr
Mühlenstraße 7 // Wiehl

Um Voranmeldung wird gebeten.

Hier gibt es mehr Infos zum Ehrenamt ...

Beispiele aus
unserer täglichen Arbeit

* Alle hier aufgeführten Namen wurden zum Schutz der Personen geändert.

Steckbrief
Jan

Jan 8 Jahre – bringt andere gern zum Lachen

• Mutter, 29 Jahre, leidet unter Depressionen
• Lange erfolglose Suche der Mutter nach einer Ausbildung
• Alleinerziehend, keinen Kontakt zum Vater
• Ohne familiäre Unterstützung

Jan schlägt ...
die Türen zu und zieht sich zurück, wenn er nicht weiter weiß. Und das passiert öfter mal – denn seine Mama ist müde, traurig, antriebslos … nicht täglich aber immer und immer wieder. Ohne Vorwarnung. Jan ist sprachauffällig. Deshalb besucht er auch eine Schule mit Schwerpunkt Sprachförderung. Jedoch seit Jan seine Paten Meike und Jens hat, weint er nicht mehr so schnell. Er fühlt sich sicherer und kommt auch mal mit Muffins nachhause. Da freut sich auch Mama. Denn das Paten-Ehepaar zeigt ihm zu ihren regelmäßigen Treffen die Welt aus einer anderen Perspektive. Hier fährt Jan auf einem Rheinschiff, geht schwimmen, Eis essen, werkelt, malt oder macht Spaziergänge an der Hand seiner Paten. Ohne Sorgen.

Und Meike und Jens – die freuen sich jedes Mal auf ihr Patenkind Jan. "Er bereichert einfach unser Leben." Eine Begebenheit werden Sie wohl nie vergessen "Als Jan draußen mit Kreide zwei Häuser malte … eines war unseres und das andere das von ihm und seiner Mama und dann erklärte er dazu: "Ich wohne in zwei Häusern, wenn ich bei euch bin in diesem hier und wenn ich bei der Mama bin, in dem anderen." Das hat uns sehr berührt. Wir sind sehr froh, dass wir Jan begleiten dürfen!"

Steckbrief
Anna

Anna 4 Jahre – findet Pferde toll

• Mutter, 42 Jahre, Witwe eines suchterkrankten Mannes
• Alleinerziehend mit 4 Kindern im Alter von 3 bis 12 Jahren
• Die gesamte Familie ist vom Tod des Vaters belastet
• Zusätzlich litt die Mutter in der Vergangenheit an einer Persönlichkeitsstörung
• Annas große Schwester (Greta / 8 Jahre) hat auch eine LEBENSFARBEN-Patin

Anna trauert ...
um ihren Papa. Denn er ist nicht mehr da. Aber sie ist stark für Mama. Denn die hat es schon schwer genug. Immerhin sind sie 4 Kinder und da ist nicht immer Zeit für die Zweitjüngste. Im ersten Moment erscheint Anna zurückhaltend – so war es auch, als sie ihre Patin Elena kennengelernt hat. Das löste sich aber schnell auf – denn Elena unternimmt mit Anna so schöne Sachen. Dazu gehört Schwimmen gehen, Pferde besuchen oder einfach bei Elena zuhause spielen. "Kommst du mich nächste Woche wieder abholen?" Diese Frage stellt Anna jetzt jedes Mal, wenn ein Treffen dem Ende zu geht.

Erst seit einem Jahr ist Elena Patin von Anna. "Sie bereitet mir so viel Freude, malt, bastelt und lacht so gerne", erzählt Elena. Auch zwischen Anna und Elenas Enkelkind hat sich inzwischen eine wichtige Freundschaft entwickelt. "Sie freuen sich jedes Mal riesig, wenn sie sich ab und zu bei mir treffen." Ein besonderes Ereignis war die erste Übernachtung von Anna bei Elena. Sie haben viel getobt und Gute-Nacht-Geschichten gelesen und sogar das kleine Heimweh-Gefühl von Anna gut zusammen gelöst. Insgesamt genießt es Anna sehr, bei Elena auch mal im Mittelpunkt zu stehen. Darüber freut sich auch von Herzen Annas Mama, wenn sie sieht, wie gestärkt und fröhlich Anna von den Besuchen bei Elena nachhause kommt.

Steckbrief
Ruben

Ruben 17 Jahre – liebt das Fahrradfahren

• Mutter, 35 Jahre, ist chronisch krank und leidet unter Depressionen
• 2 Kinder (Ruben 17 Jahre / Viola 14 Jahre)
• Seit über 10 Jahren lebt die Mutter getrennt vom suchtkranken Vater
• Die Familie erhält Unterstützung vom Hilfenetzwerk im Oberbergischen Kreis

Ruben übernimmt ...
schon als kleiner Junge sehr viel mehr Verantwortung als andere Gleichaltrige. Seine erkrankte Mutter schafft den Alltag schon lange nicht mehr allein. Daher kümmert er sich um alles, was so anfällt. Und er kümmert sich auch um seine kleine Schwester. Kein Wunder, dass Ruben kaum Freunde hat.
Als Rubens Mutter von Lebensfarben hört, bittet sie um Unterstützung. Ab dem Moment wird alles etwas leichter. Seine Patin Maria begleitet ihn nun schon seit ein paar Jahren. "Ich finde es gut, mit jemanden reden zu können, der nicht Mama heißt – außerdem kann ich bei Maria super entspannen."

Auch für Maria ist die Patenschaft ein großes Glück – und das vom ersten Tag an. "Wir versuchen trotz Höhen und Tiefen immer eine schöne Zeit miteinander zu verbringen. Wir gehen spazieren, fahren Rad, erzählen oder lassen einfach mal die Seele baumeln." Es hat einige Zeit gedauert, bis sich Ruben seiner Patin öffnen konnte – aber heute sagt Maria voller Stolz: "Aus dieser Patenschaft ist inzwischen eine vertrauensvolle Freundschaft entstanden. Ruben hat gerade das erste Lehrjahr seiner Ausbildung erfolgreich abgeschlossen und entwickelt sich großartig! Ich bin zuversichtlich, dass er durch diese Erfahrung gestärkt in sein eigenes Leben starten kann. Die Patenschaft macht mir unendlich viel Freude und ich bin sehr glücklich, dass es Ruben in meinem Leben gibt. Ich wünsche mir, dass wir weiterhin ein gutes Team bleiben."